Die manuelle Lymphdrainage regt den Lymphfluss an. Über den Blutkreislauf gelangen Flüssigkeit und Nährstoffe ins Gewebe. Der Hauptteil (ca. 80%) wird wieder ins Blut abtransportiert. 20% verbleibt im Gewebe und sammelt sich zwischen den Zellen an. Diese Lymphflüssigkeit wird über die Lymphbahnen wieder dem Blutkreislauf zugeführt. Das Lymphgefässsystem ist neben dem Blutkreislauf das wichtigste Transportsystem im Körper. So spielt es auch im Immunsystem eine wichtige Rolle. Wird der Lymphabluss behindert, kann sich Flüssigkeit zwischen Zellen, Gewebe und Organen stauen. Erkennbar ist dies an einer deutlich sichtbaren Schwellung unter der Haut.
Häufig treten Lymphödeme an den Gliedmaßen auf; es können sich aber auch im Gesicht Lymphödeme bilden. Beine und Arme sind bevorzugt von einem Lymphödem betroffen und deshalb mit einer manuellen Lymphdrainage gut therapierbar. Gesicht und Rumpf können ebenfalls mit diesem Verfahren behandelt werden.
Die Wirkung der manuellen Lymphdrainage beruht im Wesentlichen auf drei Wirkeffekten, nämlich der entstauenden, der schmerzlindernden und der muskelentspannenden Wirkung und auch Entgiftung. Die manuelle Lymphdrainage wird sehr sanft und langsam ausgeführt. Nebst der entstauenden Wirkung verhilft sie auch zu einer tiefen Entspannung. Die manuelle Lymphdrainage ist eine sehr sanfte Methode, die langsam und ohne Druck ausgeführt wird.
Indikationen: Primäre und sekundäre Lymphödeme, Schwangerschaftsödeme, chronische venöse Insuffizienz (CVI), vor und nach Operationen zur Heilungsunterstützung, nach Tumor- und Lymphknotenentfernung, Prellungen, Quetschungen, rheumatische Erkrankungen, posttraumatisches/postoperatives Ödem, Lipödem, Cellulitis, Morbus Sudeck, Schleudertrauma, Kopfschmerzen und Migräne.